Der Berg ruft

Urspruenglich wollte ich dieses Jahr nichts zur Goldenweek unternehmen und auch keinen Urlaub "investieren".
Aber im Leben kommt ja immer alles anders.
Rund um die Goldenweek haben sich meine Eltern bei mir angemeldet und dementsprechend habe ich mir trotz Allem doch frei genommen.

Einen unserer gemeinsamen Tage verbrachten wir mit einer Bustour richtung Yamanshi um einen Blick auf den guten alten Fuji-san zu erhaschen.
Dazu mussten wir schon gegen 4 Uhr aufstehen, aber wir hatten so ein Glueck mit dem Wetter und auch durchweg freie Sicht auf den heiligen Berg, dass es sich wirklich gelohnt hat.

Die Bustour bestand aus vier Stationen rund um den Berg.
Angefangen haben wir mit dem Shiba-Sakura-Festival noerdlich des Fuji-san, wo wir den ersten tollen Blick auf ein Meer von Blumen und dem Berg selbst werfen konnten.


Da man den Fuji-san selbst oft als "schuechtern" bezeichnet kann man hier schon wirklich von Glueck sprechen ihn in solcher Pracht zu sehen zu bekommen.
Nicht selten kommt es vor, dass man ihn nur in Nebelschwaden oder sogar gar nicht zu Gesicht bekommt.

Dank strahlendem Wetter und dem Anfang der Goldeweek war es leider dementsprechend voll, aber man konnte sich dennoch recht gut und angenehm bewegen (wenn man versucht die ekelhaften Chinesen auszublenden) und schoene Bilder knipsen.

Der zweite Stop war eine kleine Eishoehle, die sogenannte 鳴沢氷穴 (Narusawa Hyouketsu).
Mit klein meine ich wirklich klein, denn es dauert nicht lange um sie zu durchqueren.
Da sie durch das ganze Jahr relativ konstant bei knappen 3℃ bleibt, wurde sie frueher als Kuehlhaus genutzt.

Fuer Eiswuerfel wurde gesorgt
Gerade bei warmem Wetter ist der Temperaturunterschied sehr krass und zeigt mal wieder die kleinen Wunder der Natur.

Die Hoehle liegt ueberigens im beruehmten "Selbstmorwald" 青木ヶ原 (Aokigahara), bei dem auch oft ausdrecklich davor gewarnt wird, alleine zu wandern, da es sehr einfach ist sich zu verirren und man auch schlechten bis keinen Zugriff auf Handy/GPS hat.
Das waere auch mal ein Event fuer eine weitere Reise nach Yamanashi.

Nach der eisigen Hoehle ging es an einen weiteren Powerspot, genauer gesagt an einen Tempel.
北口本宮富士浅間神社 (Kitaguchihonguu Fuji Senganjinja)
Der knappe praegnante Name spricht fuer sich.



MIt seiner schoenen Lage mitten im Wald hat der Tempel eine sehr angenehme und stille Atmosphaere.
Nach einem kurzen Gebet und dem Kauf eines Gluecksbringers ging es dann auch schon langsam weiter zur naechsten und finalen Station der Bustour.
Das Ziel war 忍野八海 (Oshino Hakkai), ein Dorf das 8 kleine Teiche hat, die alle mit Quellwasser des Fuji-san gespeisst werden.
Man kann sich an einer Stelle sogar Wasser in Flaschen abfuellen. Wir haben uns direkt zwei PET-Flaschen voll gemacht und auch direkt vor Ort ein b isschen probiert; es war wirklich sehr leckeres Wasser und wunderbar erfrischend. Ich beneide die Bewohner des Dorfes ein bisschen um das gute Wasser.

Auch hier hatten wir wieder viel Glueck, da die Kirschen noch in voller Bluete standen und man damit nochmal eine tolle Kombination aus Fuji-san und Kirschblueten sehen konnte.

Alles in Allem war die Bustour wirklich genial.
Schon alleine, weil man sich nicht um viel kuemmern und auch nicht staendig nach Zugverbindungen suchen muss haben wir einen sehr entspannten Tag geniessen koennen.

Noch mehr Einblicke findet ihr hier

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